Warenkorb: 0,00 €

Sie haben keine Artikel im Warenkorb.

Zwischensumme: 0,00 €

Kälte-Behandlung

Kältetherapie

Durch Kältezufuhr (Wärmereduktion) werden die Organe lokal thermische Energie entzogen. Dadurch entsteht eine Verminderung des Stoffwechsels und der Durchblutung in den Behandlungs- bereich. Eine Sonderform ist die Kryotherapie, bei der Temperaturen um 0 °C und darunter appliziert werden.

Die Kältebehandlung umfasst einen großen Temperaturbereich. Milde Formen liegen zwischen Temperaturen unterhalb der Körperfläche und 15 °C (kalte Hydrotherapie). Die intensivere Kryotherapie nutzt Temperaturen um den Gefrierpunkt bis zu ca. –130 °C (Kaltgasverdampfung). Wichtig ist die Unterscheidung zwischen kurzzeitiger und längerfristiger Kältetherapie. Die Zeitdauer variiert hierbei methodenabhängig. Während kurzzeitige Kälteanwendungen vorwiegend Gefäßreaktionen auslösen (primäre Gefäßverengung, sekundäre Gefäßerweiterung), induziert die längerfristige Kryotherapie eine anhaltende Abkühlung der Gewebe mit einer Reduktion von Durchblutung und lokalem Stoffwechsel.

Die Anwendung des Kältereizes kann auf mehreren Wegen stattfinden. Die folgenden kryotherapeutischen Maßnahmen werden genutzt:

  • Eistauchbad: Eintauchen des Körpers in kaltes Wasser (6-12 °C)
  • Kaltwasserbad: Eintauchen einzelner Körperteile, z. B. Hände oder Füße in kaltes Wasser (10-15 °C)
  • Eisbeutel: Massagen, Packungen oder Tupfungen
  • Eiskompressen (1-3 °C)
  • Chemische Kompresse (Kälteentwicklung durch Reaktion zweier chemischer Komponenten; 0 °C)
  • Tiefgekühlte Solewickel
  • Packungen mit gefrorenen Gelbeuteln (Silikatmasse; -15 bis -20 °C)
  • Verdunstungskälte durch Flüssigkeiten wie Chloräthyl
  • Ganzkörperkälteexposition in einer Kältekammer für ca. 1-3 Minuten (-60 bis -120 °C; durch Stickstoff, Kohlendioxid oder Kaltluft)

Die Applikation dieser verschiedenen Methoden unterscheidet sich in Temperatur, Anwendungsdauer und Anwendungsort. Wenn es sich um eine langfristige lokale Anwendung eines Kältereizes handelt, z. B. durch eine Packung, muss diese auf eine trockene Zwischenlage gebettet sein und darf die Haut nicht direkt berühren. Außerdem sollte der Rest des Körpers z. B. mit Wolldecken warm gehalten werden, um die Gefahr der Unterkühlung und der Erkältung zu minimieren.

Der Patient empfindet zunächst ein Kältegefühl gefolgt von einem brennenden bzw. stechenden Schmerz (1. Kälteschmerz). Nach 7-8 Minuten folgt die Analgesie (Schmerzunempfindlichkeit), die in einen weiteren stechenden Schmerz (2. Kälteschmerz) münden kann. Aus diesem Grund sollte der behandelnde Arzt oder Therapeut immer in Reichweite des Patienten sein. Der genaue Verlauf der Kryotherapie ist abhängig von der Methode und der Indikation.

Therapeutisch erwünschte Kältewirkungen sind eine ausgeprägte Schmerzlinderung, antiphllogistische Effekte (vorwiegend bei akuten Entzündungen), Muskeldetonisation (bei längerfristiger Kälte), Ödemhemmung, Blutungsstillung und bei kurzzeitiger Anwendung die Auslösung einer reaktiven Hyperämie. Unerwünschte Reaktionen in Form von Gefäßspasmen können ausgelöst werden.

Indikationen für eine Kältetherapie in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen sind:

  • akute Arthritiden (unabhängig von der Ursache) einschließlich Gichtanfall,
  • postoperativ nach rheumaorthopädischen Eingriffen,
  • aktivierte Arthrosen,akute Periarthropathien,
  •  akute Bursitiden und Epikondylopathien,
  • komplexes regionales Schmerzsyndrom (CPRS) (vorsichtig dosiert),
  • Gelenkblockierungen (in Kombination mit Mobilisationen),
  • chronische Tendomyosen, schlaffe Paresen bei rheumatoider Neuropathie

          (nur Kurzzeitanwendungen mit Krankengymnastik).

Meist nicht sinnvoll ist die Kältebehandlung bei unkomplizierten Arthrosen (z. B. Heberden-Fingerpolyarthrose), Sklerodermie und lokal in der Lumbalregion bei Spondylitis ankylosans.

Kontraindikationen für eine lokale Kältetherapie sind:

  • lokal bei Nieren- und Blasenaffektionen,
  • Raynaud-Syndrom,
  • schwere Herz- und Kreislauferkrankungen.
  • Vaskulitiden,
  • Kälteüberempfindlichkeit (Kälteurtikaria, starke Cold-pressure-Reaktion),
  • Kältehämoglobinämie, -agglutininkrankheit, Kryoglobulinämie,

Kälte wirkt bei längerfristiger Therapien ausgeprägt analgetisch und antiphlogistisch. Um eine lokale Abkühlung des Gewebes zu erreichen, muss die Anwendungszeit (methodenabhängig!) ausreichend lange sein (z. B. Gelbeutel 20 Minuten und länger). Allgemeinreaktionen (Kreislauf) sind bei Kälte geringer als bei Wärme.

Gitter  Liste 

In absteigender Reihenfolge
pro Seite
Rettungsdecke gold/silber 160x210cm 1St

Rettungsdecke gold/silber 160x210cm 1St

2,06 €
Inkl. 19% USt., zzgl. Versandkosten

Lieferzeit: 2-3 Tage

Rettungsdecke gold/silber 160x220cm 1St

Rettungsdecke gold/silber 160x220cm 1St

4,27 €
Inkl. 19% USt., zzgl. Versandkosten

Lieferzeit: 2-3 Tage

Gitter  Liste 

In absteigender Reihenfolge
pro Seite